{"id":1419,"date":"2011-12-28T08:19:56","date_gmt":"2011-12-28T08:19:56","guid":{"rendered":"http:\/\/pregonero.de\/?page_id=1419"},"modified":"2015-09-21T19:44:55","modified_gmt":"2015-09-21T17:44:55","slug":"liverpool-2006","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/pregonero.de\/?page_id=1419","title":{"rendered":"Liverpool (2006)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\">5. April (Mittwoch)<\/span><\/p>\n<p>Auf der freien Fl\u00e4che des Luxemburger Flughafens ist es um diese Jahreszeit am fr\u00fchen Morgen noch winterlich kalt: 1\u00b0!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Innerhalb von f\u00fcnf Minuten gibt es zwei Fl\u00fcge nach London City Airport. Zwei Fluglinien, die sich Konkurrenz machen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Flugzeug gibt es neben einem Sandwich einen wunderbaren kleinen Obstsalat aus Weintrauben und Apfelsinen-, Kiwi- und Ananasscheiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der City Airport ist jetzt an die U-Bahn angeschlossen. Am Fahrkartenautomaten stehen freundliche Helfer, die einem den Preis nennen\u00a0 und das R\u00e4dchen in die richtige Position bringen. Man fragt sich fast, warum es dann nicht gleich einen Schalter gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von der hypermodernen London Dockland Railway geht es in die vorsintflutliche Northern Line. Auf dem Bahnsteig ist es so voll, dass man f\u00fcrchtet, von der nachr\u00fcckenden Menge auf die Gleise gedr\u00fcckt zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Bahnhofshalle in Euston steht ein Pulk von Menschen, die alle in die gleiche Richtung starren. Sie sehen auf die Anzeigetafeln, auf denen die Gleise bekannt gegeben werden, von denen die Z\u00fcge abfahren. Pl\u00f6tzlich st\u00fcrmen dann alle los.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Irgendwo verabschiedet sich eine Frau, und es klingt wie &#8220;Have a noice die&#8221;. Sie selbst w\u00fcrde vermutlich, zu Recht, bestreiten, das so gesagt zu haben, denn sie macht sicher einen Unterschied zwischen <em>day<\/em> und <em>die<\/em>, aber einen anderen Unterschied als den von uns gewohnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Solange das Gleis noch nicht erscheint, ist noch Zeit f\u00fcr einen Kaffee. Das Kaffeegesch\u00e4ft wird hier ausschlie\u00dflich von Ketten betrieben, die nach der Art der Hamburgerketten organisiert sind. Alles wird doppelt und dreifach verpackt und kommt ungefragt in eine T\u00fcte. Es ist auch nicht ganz billig. Eine dieser Ketten hei\u00dft <em>Upper Crust<\/em>, und angesichts des Photomotivs merke ich, dass ich den Photoapparat zu Hause gelassen habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die britischen Z\u00fcge, besser als ihr Ruf, wirken niedriger als die deutschen durch die l\u00e4nglichen, niedrigen Fenster, die auch einen anderen Ausschnitt aus der \u201eWirklichkeit\u201c bieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Ansagen werden routiniert heruntergeleiert, von einem Zugf\u00fchrer mit starkem indischen Akzent. Wir halten in verschiedenen St\u00e4dten, die mir etwa sagen, ohne dass ich in einer einzigen jemals gewesen w\u00e4re: Milton Keynes, die am Rei\u00dfbrett entstandene Kunststadt, Nuneaton, George Eliots Heimatstadt, und Crewe, bekannt durch den Namen des lokalen Fu\u00dfballsklubs, Crewe Alexandra.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Zug gibt es eine <em>Quiet Zone<\/em>, in der ich auch rein zuf\u00e4llig lande. Eine gute Idee, auch wenn sich nicht alle immer daran halten, besonders an das Verbot zu telephonieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unterwegs habe ich Zeit, \u00fcber eine Fernsehsendung \u00fcber Krabben auf Kuba nachzudenken. Die Krabben leben im Wald, m\u00fcssen aber zur Laichzeit weiterhin ihre urspr\u00fcngliche Heimat, das Meer, aufsuchen. Wenn es so weit ist, laufen sie alle gemeinsam los, wie an einem Band gezogen, und durchqueren die auf dem Weg liegenden D\u00f6rfer wie eine Invasionsarmee und bedecken jeden Quadratmeter. Kurz vor dem Meer m\u00fcssen sie eine Stra\u00dfe \u00fcberqueren, und auf dem R\u00fcckweg noch mal. Das ist gef\u00e4hrlich, denn sie sind so dichtgedr\u00e4ngt, dass kein Auto ausweichen kann, selbst wenn der Fahrer es versuchen sollte. Dabei gibt es erhebliche Verluste, aber da es so viele gibt, so die k\u00fchle Kalkulation der Evolution, bleiben immer noch die meisten am Leben. Die toten Krabben sind ein gefundenes Fressen f\u00fcr die \u00fcberlebenden, und die kehren dann oft zur\u00fcck, um sich die Mahlzeit nicht entgehen zu lassen &#8211; und werden dann selbst \u00fcberfahren. Die zweite Paradoxie: Die Krabben fl\u00fcchten angesichts der herannahenden Autos in den vermeintlich sicheren Schatten &#8211; unter die R\u00e4der. Es sieht so aus, als legten sie es geradezu darauf an, \u00fcberfahren zu werden. Wer sein Ziel erreicht, stirbt, wer sein Ziel nicht erreicht, \u00fcberlebt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Entscheidung, an welchem der beiden Bahnh\u00f6fen ich aussteigen soll, wird mir abgenommen, denn der Zug h\u00e4lt nur in Liverpool Lime Street Station, eine Sackbahnhof mit einer riesigen Halle unter Glas.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist sonnig, und der Taxifahrer f\u00fchlt sich sogar bem\u00fc\u00dfigt, eine Sonnenbrille zu tragen. Es geht, umst\u00e4ndlich wie immer in englischen Taxis, zum Feathers Hotel auf Mount Pleasant, und als ich den niedrigen Preis sehe, 2.80, merke ich, dass ich das auch zu Fu\u00df h\u00e4tte erledigen k\u00f6nnen, und dem Taxifahrer damit wohl auch einen Gefallen getan h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Frau an der Rezeption sieht aus wie die heimische Friseuse, spricht aber mit breitestem Liverpooler Akzent. Das Zimmer ist noch nicht frei, daf\u00fcr ist das Geld sofort f\u00e4llig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jetzt ist es gerade einmal 12 Uhr, und ich bin schon am Ziel. Zu Fu\u00df geht es in die Innenstadt, am Fanshop von FC Everton vorbei und dann am Fanshop des FC Liverpool. Das Motto von Everton ist <em>Nil satis nisi optimum<\/em>, und man kann T-Shirts kaufen, die den Aufdruck haben: \u201eRed&#8217;s a swear word&#8221;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der gar nicht so leicht zu findenden Touristeninformation \u2013 man ist gerade nach der K\u00fcr zur europ\u00e4ischen Kulturhauptstadt 2008 umgezogen &#8211; bekomme ich eine Karte f\u00fcr die <em>Magical Mystery Tour<\/em>, habe aber noch Zeit, zu den Docks hinunter zu gehen und dort den Bus zu besteigen. Wie in so vielen anderen englischen St\u00e4dten ist das Hafenviertel, nachdem der Hafen von den gro\u00dfen modernen Containerschiffe nicht mehr angelaufen werden kann, restauriert und in ein Vergn\u00fcgungs- und Informationsviertel verwandelt worden..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Albert Dock ist das sehr gelungen, allerdings auch einseitig touristisch. In den alten Lagerh\u00e4usern, auf roten S\u00e4ulen und aus braunen Ziegelsteinen, um ein rechteckiges, gesch\u00fctztes Wasserbecken gruppiert, sind unter den auf roten S\u00e4ulen ruhenden Arkaden Souvenirgesch\u00e4fte und alle m\u00f6glichen Lokale untergebracht. In einem von ihnen bekomme ich eine hei\u00dfe Suppe, die angesichts der K\u00e4lte &#8211; die Sonne ist etwas tr\u00fcgerisch &#8211; willkommen ist, aber so hei\u00df, dass ich mir die Zunge verbrenne. Wenn ich Amerikaner w\u00e4re, w\u00fcrde ich eine Klage anstrengen. Wie immer in England, flie\u00dft der Tee aus der Messingkanne nut teilweise in die Tasse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der einen Seite des Hafenbeckens befindet sich eine riesige Baustelle, auf der ich mich verlaufe. Hier putzt sich Liverpool f\u00fcr 2008 heraus. Davor flie\u00dft der breite, tr\u00e4ge Mersey vorbei. Auf der anderen Seite befinden sich verschiedene Museen, f\u00fcr die leider keine Zeit ist, das Maritime Museum, in dem auch ausf\u00fchrlich \u00fcber den Sklavenhandel und das Atlantische Dreieck informiert wird, die Beatles Story und die Tate Gallery. Tate war, was ich nicht wusste, Liverpooler, genauso wie Gladstone, der Premierminister, Willy Russell, der Dramatiker, Alfred Lewis Jones, der entdeckte, dass die Malaria von Moskitobissen ausgel\u00f6st wurde (und nebenbei Bananen in England heimisch machte und pers\u00f6nlich auf der Stra\u00dfe anpries), Kitty Wilkinson, eine Art Florence Nightingale Kleinformat (ohne den Reichtum und die vornehme Abstammung),\u00a0 der Parlamentsabgeordnete William Huskisson, der in die Geschichte als erster Toter eines Eisenbahnungl\u00fccks einging, ein gewisser W. Mackenzie, ein passionierter Spieler, der sich unter einer Pyramide begraben lie\u00df, am Spieltisch sitzend und die entscheidende Karte in der Hand haltend, und ein gewisser Colonel Broadneux (XVII), der mit 83 ernsthaft krank wurde und sich einen Sarg zimmern lie\u00df, den er, nachdem er \u00fcberraschend wieder genesen war, so bequem fand, dass er ihn als bett benutzte &#8211; bis zu seinem Tod mit 109!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Frau im hiesigen Touristenzentrum wei\u00df nicht genau, wo er Bus abf\u00e4hrt, entsch\u00e4digt mich aber dadurch, dass sie in allerbester Liverpooler Manier am End sagt: \u201eIt&#8217;s alrights\u201c. Ich kannte diese Besonderheit des lokalen Akzents, des Scouse, hatte es aber noch nie in freier Wildbahn geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich warte an der von ihr benannten Stelle und verpasse dadurch fast den Bus, \u00a0der ca. 200 Meter abseits steht und mich als letzten Gast mit heraush\u00e4ngender Zunge aufnimmt, um genau 14.30.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Bus ist ein gem\u00e4\u00dfigter Oldtimer, wahrscheinlich aus der Zeit der Bl\u00fcte der Beatles, und ist mit Motiven des Plattencovers von <em>Magical Mystery Tour <\/em>bemalt. Das Publikum ist international, von australisch bis norwegisch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Busfahrer hatte einen kurzen Auftritt in einem Beatlesfilm &#8211; als Busfahrer &#8211; und der F\u00fchrer hat Paul McCartney pers\u00f6nlich kennen gelernt, allerdings zu einer Zeit, als dieser schon kein Beatle mehr war. \u00dcber die Begegnung erz\u00e4hlt er, wie \u00fcber alles andere, mit Witz und Ironie, wobei seine liebste Zielscheibe der Busfahrer ist, Lesley. Die Beatles h\u00e4tten Ringo nicht in die Band aufgenommen, weil der weltbeste Schlagzeuger gewesen w\u00e4re \u2013 Ringo sei nicht einmal der beste Schlagzeuger der Beatles gewesen \u2013 sondern weil er so gut mit Frauen umgehen konnte. Und aus demselben Grunde mache er seine F\u00fchrungen mit Lesley, dem Busfahrer: \u201eHe\u2019s a ladies&#8217; man&#8221;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es geht vorbei an der Anglikanischen Kathedrale, von dessen Chorleiter Paul McCartney zur\u00fcckgewiesen wurde, weil seine stimme nicht gut genug war. Als McCartney ihn Jahre sp\u00e4ter darauf ansprach, sah der Chorleiter keinen Grund, etwas zur\u00fcckzunehmen: Ohne meine Zur\u00fcckweisung w\u00e4rst du kein Beatle geworden. Deinen Ruhm verdankst du mir.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es geht vorbei an Elternh\u00e4usern, Schulen, Kneipen, Krankenh\u00e4usern und allen m\u00f6glichen stinknormalen Geb\u00e4uden, die ihre Weihe ausschlie\u00dflich ihrem Bezug zu der Biographie einer der Beatles verdanken. Und es geht \u00fcber Penny Lane und vorbei an Strawberry Fields. Penny Lane wurde zum Titel eines Liedes, weil hier gemeinsam auf den Schulbus gewartet wurde, meist in der Hoffnung, der Fahrer w\u00fcrde ein gewisser Harrison sein, Georges Vater. Dann gab es die Fahrt oft gratis. Im Lied hat man sich etwas k\u00fcnstlerische Freiheit erlaubt, denn der Barbier und die Feuerwehr liegen im realen Vorbild etwas oberhalb von Penny Lane.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf Strawberry Fields lag ein Kinderheim der Heilsarmee. Die Band der Heilsarmee spielte an jedem Geburtstag f\u00fcr eines der Waisenkinder. Die Kl\u00e4nge eines Geburtstagst\u00e4ndchen sollen den vierj\u00e4hrigen John Lennon in seinem nahegelegenen Elternhaus zu dem Berufswunsch Musiker inspiriert haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es geht auch an Stationen vorbei, zu denen die bereits ber\u00fchmten Beatles einen Bezug haben, einen Glaspavillon, indem der Botanische Garten untergebracht ist und der mit einer anonymen Spende von George Harrison wiederaufgebaut wurde,\u00a0 die den jahrelang tatenlosen City Council endlich aus seiner Passivit\u00e4t erweckte, und die LIPA, die Liverpooler Kunstschule, die druch die Hilfe von John Lennon und Paul McCartney wiederer\u00f6ffnet wurde und an der John Lennon fr\u00fcher jedes Jahr durch die Pr\u00fcfung fiel, aber \u201ewith honours\u201c, wie er es selbst sah.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es geht auch durch das bessere Viertel, in dem Brian Epstein wohnte, der auf die Beatles aufmerksam wurde, als jemand in seinem Plattenladen, der garantierte, jede nicht vorhandene Platte zu besorgen, nach \u201eMy Bonnie\u201c fragte, die Beatles im ber\u00fchmten Cavern h\u00f6rte und deren Management \u00fcbernahm, von Allan Williams, der froh war, sie loszuwerden und sp\u00e4ter ein Buch \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Irrtum in der Geschichte der Popmusik schrieb: The Man Who dropped the Beatles. Das\u00a0 Auseinanderbrechen der Beatles begann mit Epsteins Tod, als die Beatles begannen, sich auch um die Gesch\u00e4fte zu k\u00fcmmern, Fehler machten und sich zerstritten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben den Sehensw\u00fcrdigkeiten gibt es Quizfragen zu den Beatles und jede Menge Anekdoten:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Glocken der neugebauten Katholischen Kathedrale sollten John, Paul George und Ringo genannt werden, aber die Kirche lehnte ab mit dem Argument, es g\u00e4be keinen Hl. Ringo<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der erste Auftritt der Vorg\u00e4ngerband, der <em>Quarrymen<\/em> (Johns Vater war <em>quarryman<\/em>, d.h. er arbeitete in einem Steinbruch) fand zum Anlass des 550. Jahrestages der Charter Liverpools durch den K\u00f6nig John statt &#8211;\u00a0 auf der Ladefl\u00e4che eines Lastwagens<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Auf dem Friedhof von St. Peter\u2019s Church, in dessen Jugendzentrum sich John und Paul zum ersten Mal \u201eoffiziell\u201c begegneten, liegt eine Eleanor Rigby begraben &#8211;\u00a0 den Beatles zufolge reiner Zufall!<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die einzige nicht von Lennon\/McCartney komponierte Single, die die Beatles herausbrachten, ist \u201eSomething\u201c, von George Harrison komponiert<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das letzt Konzert \u00fcberhaupt gaben die Beatles in San Francisco<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 John weigerte sich,\u00a0 zun\u00e4chst Paul, sp\u00e4ter George in die Band aufzunehmen, obwohl die beiden etwas konnten, was John nicht konnte \u2013 eine Gitarre stimmen<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Lied, f\u00fcr dessen Copyright Paul McCartney am eintr\u00e4glichsten ist, ist das Copyright f\u00fcr Happy Birthday to You &#8211; er kaufte es auf einer Auktion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwischendurch gibt es Musik (und zwar nicht von den Rolling Stones) und Witze: Sagt die Queen zu Paul McCartney: \u201eIch besitze selbst einige Platten von den Beatles\u201c. Sagt Paul McCartney: \u201eMacht ja nichts, ich besitze selbst einige Platten von Queen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fu\u00dfball findet auch Erw\u00e4hnung, und wieder bekommt der Busfahrer, offensichtlich Everton-Anh\u00e4nger, sein Fett weg: \u201eLiverpool also has two of England\u2019s leading football teams, Liverpool and &#8230; Liverpool amateurs\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Ende geht die Fahrt am chinesischen Viertel vorbei, dessen Eingang durch ein chinesisches Tor markiert wird, das in Shanghai hergestellt wurde und ein Geschenk Chinas an Liverpool ist, in Erinnerung an die erste chinesische Niederlassung au\u00dferhalb Asiens. Die Stra\u00dfenschilder sind hier zweisprachig, oder besser gesagt, in zwei Schriften.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Endstation ist wieder am Dock, das auf Mann Island liegt, dessen Name angeblich auf den Ursprung der Insel verweist, die entstand, nachdem man Riesenmenge von Baumwolle ins Wasser geworfen hatte. Liverpool war im 19. Jahrhundert einer der wichtigsten H\u00e4fen Englands.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zum Hotel komme ich ungewollt am ber\u00fchmten Cavern Club vorbei, in dem die Beatles spielten, bevor sie ber\u00fchmt wurden. An der Au\u00dfenwand h\u00e4ngt eine Goldene Schallplatte f\u00fcr jeden Liverpooler Musiker, der jemals eine bekommen hat. Das sind erstaunlich viele, ca. zwei Dutzend. Liverpool war wirklich mehr als die Beatles: Gerry and the Pacemakers, the Merseybeats, Cilla Black (die eigentlich White hie\u00df und irgendwann irrt\u00fcmlich so vorgestellt wurde) und viele andere, die heute in Vergessenheit geraten sind, aber damals bekannt waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr mich wird es Zeit, das Hotelzimmer zu beziehen. Es ist klein, einfach und gem\u00fctlich und liegt passenderweise im \u201eUniversity Wing\u201c des Hotels, dem Fl\u00fcgel, der eigentlich, wie so oft bei englischen Hotels, im Nachbarhaus liegt, zu dem man zur Erweiterung des Hotels einen Durchbruch gemacht hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wo in anderen St\u00e4dten ein Schild den Weg zur \u201eKathedrale\u201c weist, f\u00fchrt der Wegweiser hier zu den \u201eKathedralen\u201c, der anglikanischen und der katholischen. Beide liegen gar nicht weit voneinander entfernt und haben ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert, sehen aber so unterschiedlich aus, wie es nur sein kann. Die Anglikanische Kathedrale ist ein neugotischer Bau von Scott, dem Erbauer der Houses of Parliament, der nebenbei auch der Designer der roten Telephonzellen war, die immer noch typisch englisch sind, auch wenn man sie kaum noch findet. In Anerkennung dieser Verbindung hat British Telecom der Kathedrale eine Telephonzelle vermacht, die ihren Platz in der Kathedrale gefunden hat \u2013 voll funktionsf\u00e4hig. Den Zuschlag f\u00fcr die Kathedrale bekam Scott, als er 21 war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Innern der Kathedrale steht ein Modell des urspr\u00fcnglichen Entwurfs, an dessen Stelle dann der ausgef\u00fchrte Entwurf mit einem Turm trat, der m\u00e4chtig \u00fcber Vierung erhebt, von au\u00dfen ein beeindruckendes Bild, vor allem vom Wasser aus. Innen ist der Eindruck eher zwiesp\u00e4ltig. Der Grundriss nimmt die Form auf, die viele englischen mittelalterlichen Kathedralen von ihren kontinentalen Gegenst\u00fccken unterscheidet. Breit und lang, aber nicht so hoch. Das Mittelschiff \u00fcberwindet auch unterschiedliche Niveaus, und bei der L\u00e4nge fragt man sich, welchen praktischen Nutzen so ein gro\u00dfer Bau \u00fcberhaupt haben kann. Der Raumeindruck ist, obwohl alles neugotisch ist, eher der wie der einer der romanischen Dome im Rheinland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Katholische Kathedrale, die <em>Metropolitan Cathedral<\/em>, ist ein moderner Rundbau in Wei\u00df, auf einer erh\u00f6hten Stelle gelegen, mit einer Laterne, die in eine Krone ausl\u00e4uft. Der Raum ist innen in sechzehn Sektionen eingeteilt, die durch Kreuzwegstationen und l\u00e4ngliche moderne Glasfenster aus kleinen Segmenten getrennt sind und alle unterschiedlich ausgestaltet sind, mal als Kapelle, mal mit einer Nische f\u00fcr eine Skulptur, mal als Nebeneingang, mal als Empore. Unterder Laterne h\u00e4ngt ein gro\u00dfer, grauer Leuchter aus Stahl, der wie eine Dornenkrone aussieht. Den Inneneindruck kann man an einem sonnigen Tag wie heute am besten w\u00fcrdigen: das Licht bricht sich kaleidoskopartig durch die Glasfenster in verschiedenen Blaut\u00f6nen an den W\u00e4nden, in Dunkelrot \u00fcber den Emporen und in Beiget\u00f6nen in der Laterne.\u00a0 Das hat was. St\u00f6rend einzig die modernen Wandteppiche an den Seiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Vorraum gibt es eine kleine Ausstellung zur Baugeschichte. Urspr\u00fcnglich gab es auch hier einen neugotischen Entwurf, von Pugin. Die Lady Chapel wurde gebaut, aber dann entschied man, dass Liverpools Katholiken andere Sorgen hatten als den Bau einer Kathedrale und stellte den Bau ein. Als das Projekt im 20. Jahrhundert wiederbelebt wurde, sah der Entwurf eine riesige Renaissancekirche nach Art des Petersdoms vor. Die Krypta wurde gebaut, aber im Verlauf der 2. Weltkriegs kam die Arbeit so gut wie zum Erliegen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt arbeitete nur noch ein \u2013 namentlich bekannter &#8211; Maurer auf der riesigen Baustele, ein gewisser Arthur Brady. Dann erst, nach dem Krieg, gab es den modernen Entwurf. Der jetzige Bau steht auf der Krypta der Renaissancekirche und auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Armenhauses, in dem im 19. Jahrhundert bis zu 4000 Menschen lebten, vorwiegend Katholiken. Die Idee einer Kathedrale konnte erst im 19. Jahrhundert aufkommen, nachdem der Catholic Emancipation Act (1829) den Katholiken volle B\u00fcrgerrecht einr\u00e4umte und nachdem das Bistum Liverpool gegr\u00fcndet worden war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Abend Gespr\u00e4ch und Kneipen besuch mit unserem Austauschstudenten, der von Liverpool sehr angetan ist. Tats\u00e4chlich ist die Innenstadt zwar nicht gerade ein Juwel, aber auch keine Ausgeburt von H\u00e4sslichkeit, und man tut alles, um sich mit Hinblick auf 2008 herauszuputzen, wie ich selbst an den Baustellen um das Albert Dock herum feststellen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nicht so zufrieden ist er mit dem Wetter. Heute sei der sch\u00f6nste Tag des Jahres gewesen. Wie um ihn zu best\u00e4tigen, ist es an den n\u00e4chsten beiden Tagen dann auch regnerisch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur Kneipe kommen wir \u00fcber den Campus, der sich pl\u00f6tzlich auftut, nachdem man die blaue Eingangst\u00fcr eines ganz normal aussehenden Reihenhauses durchschritten hat. Inmitten der alten Ziegelbauten steht der moderne wei\u00dfe Bau der Bibliothek, die gro\u00dfz\u00fcgige \u00d6ffnungszeiten und einen 24-Stunden Internetzugang hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Kneipe geht es laut und lebhaft zu, aber nicht unangenehm laut. Man kann sie eigenes Wort verstehen. An sechs Bildschirmen in allen Ecken des Lokal l\u00e4uft Fu\u00dfball, und erstaunlicherweise h\u00e4lt man hier zu Arsenal \u2013 es geht schlie\u00dflich gegen Italiener. Ob das bei Manchester United auch der Fall w\u00e4re, bleibt ungekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Bestellen bitte ich um Hilfe angesichts der verwirrenden Vielfalt der angebotenen Lagers. Da die Bedienung auch nicht weiter wei\u00df, bitte ich um ein englisches. Gibt es nicht. H\u00f6chstens australisch, wenn man innerhalb des Empire bleiben will. Sonst nur <em>continentals<\/em>: belgisch, holl\u00e4ndisch, franz\u00f6sisch, deutsch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Klassische katholische Verein ist nicht, wie ich immer dachte, Liverpool, sondern Everton. Das passt auch dazu, dass die Kirche, die der Vorg\u00e4nger der Katholischen Kathedrale war, in Everton lag. Der Student sagt, die Konfessionszugeh\u00f6rigkeit spiele aber heute keine Rolle mehr. Ich bin da nicht ganz einverstanden, auch wenn ich nicht widerspreche. Vielleicht ist jemand heute Anh\u00e4nger von Everton, weil sein Gro\u00dfvater es war, oder der Gro\u00dfvater dessen, der ihn zu Everton gef\u00fchrt hat, und der Gro\u00dfvater war vielleicht doch deshalb Anh\u00e4nger von Everton, weil er Katholik war. Das brauch der heutige Anh\u00e4nger gar nicht zu wissen. Dennoch spielt es eine Rolle. Das nennt man Tradition.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er wohnt in Wavertree, einem Viertel voller Studentenwohnungen, in dem es auch einen Aldi und dessen englisches Pendant, Asda, gibt. Die englischen Mitbewohner bevorzugen Asda.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zur Uni f\u00e4hrt er grunds\u00e4tzlich mit dem Fahrrad . Die Busse seien unzuverl\u00e4ssig und \u00fcberf\u00fcllt. Er erw\u00e4hnt auch, dass Schlangestehen dort nicht an der Tagesordnung sei. Als ich das am n\u00e4chsten Tagen gegen\u00fcber den Kollegen aus der Germanistik anspreche, best\u00e4tigen die das. Eine Randerscheinung oder die ersten Risse im System?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach Liverpool kommt man am besten mit einer Billigfluglinie, von K\u00f6ln direkt nach Liverpool. Auf diese Art habe er auch sei Rad nach Liverpool geschafft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als wir gehen, ist es tats\u00e4chlich so weit: Arsenal hat sich f\u00fcr das Halbfinale qualifiziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">6. April (Donnerstag)<\/span><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag bekomme ich, trotz aller Freundlichkeit, die M\u00fchen und Grenzen des Austauschprogramms zu sp\u00fcren. Man muss sich schon selbst\u00a0 einreden, dass die M\u00fche sich lohnt. Es geht schlie\u00dflich nur um einen einzigen Austauschplatz, und selbst um den muss man k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die englischen Kollegen klagen \u00fcber das Ausma\u00df der B\u00fcrokratie, \u00fcber das Ausma\u00df der nichtakademischen Arbeit und \u00fcber undurchschaubare und widerspr\u00fcchliche Regelungen. Ganz wie zu Hause.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>John Moores, der Namensgeber der jetzigen Universit\u00e4t (einer ehemaligen Fachhochschule) war keine Geistesgr\u00f6\u00dfe der Vergangenheit, sondern ein Gesch\u00e4ftsmann der Gegenwart. Er war de Gr\u00fcnder von Littlewoods. Seine und seines Bruders Statue habe ich irgendwo in der Innenstadt gesehen. Sein Sohn, der selbst gro\u00dfes Interesse an Fremdsprachen hat, war zur Einweihung eines von ihm finanzierten neuen Medienraums hier.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch an den englischen Universit\u00e4ten k\u00e4mpfen die kleinen F\u00e4cher ums \u00dcberleben. Die naheliegende L\u00f6sung ist hier die Zusammenlegung von Universit\u00e4ten des gleichen Ortes. Jede Stadt, die was auf sich h\u00e4lt, hat mindestens zwei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei einem Gespr\u00e4ch mit einer Frau aus der Verwaltung, die trotz vieler Jahre in London und Paris ihre Liverpooler Heimat mit keiner Silbe verheimliche kann, kommt die Rede auf das Sprachniveau, das im Eingangstest erwartet wird. Die Noten gibt es in Buchstaben. F gen\u00fcgt, um an Kursen au\u00dferhalb der School of Languages teilzunehmen. Ich frage, ob F die h\u00f6chste Note ist, und sie sagt nein, es gebe auch G und es gehe sogar bis zu H, \u201eup to haitch\u201c. Ich k\u00f6nnte ihr stundenlang zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da eine Kollegin wegen Krankheit ausf\u00e4llt, habe ich eine Stunde Zeit, in einen Buchhandlung in die Innenstadt zu gehen. Ich bin wirklich verbl\u00fcfft \u00fcber die kurzen Wege. Dass man sich schnell entscheiden muss, ist gar nicht so schlecht, und es f\u00e4llt ordentlich was ab aus der Schnittstelle von Humor und Sprache, und der obligate Krimi soll fehlt auch nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Mittagessen mit den Kollegen der Germanistik \u2013 einem Deutschen, einer Engl\u00e4nderin und einer Finnin \u2013 erfahre ich, dass die Anglikanische Kathedrale von einem katholischen Architekten und die katholische Kathedrale von einem anglikanischen Architekten gebaut wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als die Rede auf Studentenzahlen kommt, macht mich ein Kollege auf ein Problem beim L\u00e4ndervergleich aufmerksam: England hat zwar einen h\u00f6heren Anteil an Studenten, aber es gibt auch Berufszweige, die eine universit\u00e4re Ausbildung erfordern nicht aber in Deutschland. Au\u00dferdem gebe es viele Studenten, die mehr oder weniger lustlos und nur mangels einer Alternative studierten. Das ist bei uns zwar auch nicht ganz unbekannt, aber sich nicht die Regel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meinem Lob f\u00fcr die britische Eisenbahn begegnet man mit Skepsis: Die Privatisierung habe dazu gef\u00fchrt, dass nur noch die attraktiven strecken angeboten w\u00fcrden, und die Preise richteten sich nach der Nachfrage und seien an den Wochenenden horrend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Mittagessen findet in der Kellerbar eines gleich der Universit\u00e4t gegen\u00fcber liegenden Theaters statt, das man durch seinen Verzehr unterst\u00fctzt. Am Abend habe ich dann noch Gelegenheit, durch Bierkonsum mit einer Kollegein aus der Anglistin reichlich f\u00fcr die Kultur zu tun. Mit guten Gewissen, wenn auch mit etwas unsicheren F\u00fc\u00dfen schaffe ich den Weg \u00fcber die Stra\u00dfe zum Hotel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den Nachrichten wird der Tod von Gene Pitney gemeldet, und es gibt die bei solchen Gelegenheiten \u00fcblichen Reminiszenzen und Konzertausschnitte. Wie man mit einer solchen Stimme Erfolg haben kann, ist mir ein R\u00e4tsel, und ebenso, wie die Tontechnik es vermag, die qu\u00e4kenden Stimme so auf Normalit\u00e4t zu trimmen, dass man sich regelrecht begeistern kann f\u00fcr \u201eSomething\u2019s gotten hold of my heart\u201c \u2013 solange man es nicht live h\u00f6ren muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">7. April (Freitag)<\/span><\/p>\n<p>Am Bahnhof versuche ich noch einen Reisef\u00fchrer \u00fcber Liverpool zu bekommen, um zu erfahren, was ich alles nicht gesehen habe, aber in der Bahnhofsbuchhandlung gibt es keine Reisef\u00fchrer \u00fcber Liverpool, nur \u00fcber London. Vielleicht gibt es ja in London etwas \u00fcber Liverpool.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch hier fallen mir gro\u00dfe Werbetafeln auf, mit denen ich zuerst nichts anzufangen wei\u00df. Auf einer steht in gro\u00dfen Lettern \u201eCash stinks\u201c, auf einer anderen \u201eCash is so last millennium.\u201c Sonst nichts au\u00dfer dem Loge der Firma. Es handelt sich um eine Kreditkartenfirma.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Etwas verunsichert bin ich ob der privaten Bahnlinien: Kann ich mit einer in einem deutsche Reiseb\u00fcro ausgestellten Fahrkarte mit der Virgin Line fahren? Auf der Hinfahrt bin ich mit der Northern Line gekommen, in er Annahme, das sei eine Unterabteilung von <em>British Rail<\/em>. Ich traue mich kaum zu fragen, aber es geht. Am Ende h\u00e4tte ich mir die Gedanken sparen k\u00f6nnen: Wie auf dem Hinweg, werde ich auch diesmal \u00fcberhaupt nicht kontrolliert. Die R\u00fcckfahrkarte hat gerade mal 71\u20ac gekostet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Bahnsteig ist f\u00fcr Virgin Line abgesperrt, und man muss an einer Tafel vorbei, in der die Gebote englischer H\u00f6flichkeit voll und ganz eingehalten werden: \u201ePlease have your tickets and railway passes ready for inspection please. Thanks\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich am Nachmittag in Luxemburg ankomme, sind es 16\u00b0. 15\u00b0 mehr als vorgestern morgen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5. April (Mittwoch) Auf der freien Fl\u00e4che des Luxemburger Flughafens ist es um diese Jahreszeit am fr\u00fchen Morgen noch winterlich kalt: 1\u00b0! &nbsp; Innerhalb von f\u00fcnf Minuten gibt es zwei Fl\u00fcge nach London City Airport. 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