{"id":11955,"date":"2025-03-23T09:24:40","date_gmt":"2025-03-23T08:24:40","guid":{"rendered":"http:\/\/pregonero.de\/?p=11955"},"modified":"2025-03-23T10:21:16","modified_gmt":"2025-03-23T09:21:16","slug":"fasten-viel-larm-um-nichts","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/pregonero.de\/?p=11955","title":{"rendered":"Fasten &#8211; viel L\u00e4rm um Nichts"},"content":{"rendered":"\n<p>Warum halten sich eigentlich alle f\u00fcr aufgekl\u00e4rte, m\u00fcndige, kritische Menschen und laufen dann jedem Trend unkritisch hinterher? Beispiel Intervallfasten. Es l\u00e4sst angeblich die Pfunde purzeln, verbessert die Gesundheit und gew\u00e4hrt ein langes Leben. Hohe Erwartungen, aber die Begr\u00fcndungen sind schwach und die Beweislage d\u00fcrftig. Zugunsten des &#8220;modernen&#8221; Intervallfastens und des \u201ealtmodischen\u201c FdH, der simpelsten aller Fastenmethoden, wird angef\u00fchrt, FdH halte keiner aus. Aber h\u00e4lt man Intervallfasten besser aus? In Studien haben viele Teilnehmer vorzeitig das Handtuch geschmissen. Nicht verwunderlich. 16 Stunden ohne Essen sind eine lange Zeit. Und das Intervallfasten kollidiert mit den Lebensgewohnheiten. Soll man bei einer Einladung zum Abendessen, zu einer Feier, zu einer Vernissage, dabeisitzen, ohne zu essen? Wie muss das auf die anderen wirken? Und: H\u00e4lt man das aus, auf die Dauer? Dazu kommt: Wenn man beim Intervallfasten genauso viel isst wie sonst, hat die Di\u00e4t keine Wirkung, auch wenn man sich an den zeitlichen Rahmen h\u00e4lt. Einige Experten sagen jetzt, es m\u00fcsse auch nicht 16\/8, es k\u00f6nne auch 14\/10 oder 12\/12 sein. Aber warum qu\u00e4len sich dann so viele mit 16\/8 ab? Und wenn es nicht so drauf ankommt, wo ist dann die Grenze nach unten? Viele Menschen, die sich (zeitweise) dem Intervallfasten verschrieben haben, f\u00fchren die Di\u00e4t strenger durch als von den Experten vorgegeben. Morgens einen W\u00fcrfel Zucker im Kaffee oder ein bisschen Milch, sagen die, schade \u00fcberhaupt nicht. Wenn man tats\u00e4chlich die Di\u00e4t eine Zeitlang durchh\u00e4lt und tats\u00e4chlich Gewicht verliert, muss das gar nicht positiv sein. Vielleicht hat man nur Muskelmasse, kein Fett verloren, und das ist f\u00fcr den K\u00f6rper eher sch\u00e4dlich. Wie ist es mit den Studien? Eine Studie hat ergeben, dass vollwertige Ern\u00e4hrung besser ist als vollwertige Ern\u00e4hrung plus Intervallfasten. Und es gibt keine zuverl\u00e4ssigen Daten, mit denen man die Vorz\u00fcge des Intervallfastens belegen kann. Sollte man dann nicht einfach auf das achten, was man isst und wie viel man isst? Die Experten sagen, ganz egal, wie die Datenlage ist, mit einer Di\u00e4t erreicht man, auf seinen K\u00f6rper zu achten und nur noch dann zu essen, wenn man tats\u00e4chlich Hunger hat. Aber: Ist das erstrebenswert? Essen ist doch mehr als die Bek\u00e4mpfung von Hunger, ist Lebensfreude, Genuss, Kultur. Und dann stellt sich noch eine grunds\u00e4tzliche Frage: In welchem Verh\u00e4ltnis stehen \u00fcberhaupt Ern\u00e4hrung und Gesundheit? Eine gro\u00df angelegte Langzeitstudie mit Tausenden von Teilnehmern, hei\u00dft es, habe eindeutig nachgewiesen: Bei 20% der Probanden hat die ver\u00e4nderte Ern\u00e4hrung einen heilsamen Einfluss auf den Gesundheitszustand gehabt. 20%! Und was ist mit den restlichen 80%? Da gehe ich gerne das &#8220;Risiko&#8221; ein, zur Mehrheit zu geh\u00f6ren und befolge bei meinem Speiseplan die Regel, die ich mein ganzes Leben befolgt habe: Ich esse nur, was mir schmeckt und wann mir danach ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum halten sich eigentlich alle f\u00fcr aufgekl\u00e4rte, m\u00fcndige, kritische Menschen und laufen dann jedem Trend unkritisch hinterher? Beispiel Intervallfasten. 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