Enlightened

Once when climbing down a mountain I ran into a young, English-speaking couple on their way up. We were in the middle of nowhere, and we were worried not to be able to make it before it got dark. They wanted to make it to the top, I wanted to make it to the ground. So we exchanged some information about distances and paths and our chances to make it. During this conversation I asked them if they had a torch. The woman said yes, the man said no. When he added that they had a flashlight, however, I realised that we were dealing with a piece of intra-cultural communication, and that I was talking to a British-American couple. My question must have appeared rather backward, extravagant, outlandish to him.

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Hungermauer

Auf dem Weg nach Prag entdeckte einer der Reisenden in einer größeren Reisegruppe, dass es in Prag eine sogenannte Hungermauer gibt. Das löste bei allen Mitreisenden, Kindern, Jungen und Alten, sofort größtes Interesse aus. Die Hungermauer, erfuhr man, hat ihren Namen daher, dass durch ihren Bau viele Menschen in Arbeit und Brot kamen, die vorher Hunger litten. Erst nach drei Tagen war es so weit, dass die Hungermauer besichtigt werden konnte. Die allgemeine Enttäuschung war groß. Es handelte sich um eine Stadtmauer oder deren Reste, wie man sie auch anderswo finden konnte. Das magische Wort Hungermauer hatte Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt wurden, obwohl niemand so recht wusste, welche. Wenn die Mauer nicht zufällig diesen Namen gehabt, sondern einfach Stadtmauer geheißen hätte, wäre die Hälfte der Belegschaft vermutlich überhaupt nicht hingefahren.

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