Was ist ein Häferlgucker? – Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts wurden in Österreich verschiedene Strategien entwickelt, gegen die unbeherrschte Völlerei des Bürgertums vorzugehen. Dazu gehörte auch der Häferlgucker, ein staatlich bestallter Kontrolleur, der den Menschen bei häuslichen Feiern in die Töpfe guckte. Aufgabe der Kontrolleure war es auch, die Zahl der Gänge und die Dauer des Festmahls zu bestimmen. Beim Bürgertum durfte das Essen nicht länger als drei Stunden dauern. Eine beliebte Maßnahme, das Verbot zu hintergehen, war es, die Kontrolleure zum Mitessen einzuladen. (Meier-Gräwe, Uta: „Zwischen Völlerei und Diätwahn“, in: Aula, Südwestrundfunk, 6. August 2006)
Zitate
Gauß überredete als Kind Pilâtre, den französischen Ballonfahrer auf Durchreise in Braunschweig, ihn auf eine Ballonfahrt mitzunehmen. Vor der Abfahrt hörte Pilâtre, wie Gauß vor sich her murmelte. Ob er bete, fragte er ihn. Nein, antwortete Gauß. Er zähle Primzahlen. Das mache er immer, wenn er nervös sei.
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