El delito mayor del hombre

Aunque sí nací, ya entiendo / qué delito he cometido. / Bastante causa ha tenido / vuestra justicia y rigor, /pues el delito mayor / del hombre es haber nacido. –  Obwohl ich, eben weil geboren, / schon verstehe, was ich beging. / Genügend Grund hatte / eure Gerechtigkeit und Strenge; / ist doch das größte Vergehen / des Menschen, dass er geboren ist. Sagt Segismundo (S. 14-17). Que tanto gusto había  / en quejarse, un filósofo decía, / que, a trueco de quejarse, / habían las desdichas de buscarse. – Es gebe ja so viel Vergnügen / am Klagen, hat ein Philosoph gemeint, / dass man, um nur ja klagen zu können, / das Unglück aufsuchen sollte. Sagt Rosaura (S. 10-11). ¡Qué pocas veces el hado / que dice desdichas miente, / pues es tan cierto en los males /cuanto dudoso en los bienes! – Wie selten das Fatum, / wenn es Unglück vorhersagt, doch lügt / es ist ja bei schlimmen Dingen so verlässlich / wie bei guten unzuverlässlich! Sagt Astolfo (S. 130-133). En batallas tales, / los que vencen son leales, / los vencidos los traidores. – In solchen Schlachten, / gelten die Sieger als loyal, / die Besiegten als Abtrünnige.  Sagt Basilio (S. 232-233). Eins waren die spanischen Barockdichter nicht: naiv. (Calderón de la Barca, Pedro: La vida es sueño / Das Leben ist Traum. Übersetzt und kommentiert von Hartmut Köhler. Stuttgart: Reclam, 2009)

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