Pestmaske

Die Karnevalsmaske in Venedig ist ein Abkomme der Pestmaske. Die wurde von Ärzten und Helfern getragen und trug allen drei vermuteten Ursachen der Pest Rechnung: Die Maske selbst schützte vor den Partikeln, die die Pest verbreiteten, der Schnabel (der einen Schwamm enthielt) schützte vor dem Wind und das Augenpflaster vor dem Blick. In Venedig erfolgte zum ersten Mal die Absonderung der Pestkranken, sie wurden im Lazzaretto Vecchio auf der Pestinsel untergebracht. Auch die Festspiele von Oberammergau wurden 1634 eingeführt als rituelle Handlung zur Verhinderung weiterer Ausbrüche der Pest. Sie war bis dahin endemisch geworden, d.h. sie brach immer wieder aus. Die Überlebensrate hing von der Art der Pest ab: Die Lungenpest überlebenden 60% der Erkrankten, die Beulenpest 40% und die septische Pest so gut wie keiner. Überlebende waren immun gegen die Krankheit. Auch heute ist die Pest noch nicht völlig verschwunden. Jedes Jahr fordert die Pest ca. 180 Tote. In der Literatur fand die Pest auch ihren Niederschlag, ganz prominent bei Boccaccio, Poe und Camus.

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