Nero (1)

Ein verstörendes Exponat findet sich mitten in der Ausstellung. Es ist eine in Kalkputz geritzte Darstellung der Kreuzigung, eine der ältesten überhaupt. Aber sie stammt nicht von den Christen! Es ist eine Spottzeichnung. Christus wird mit dem Kopf eines Esels dargestellt! Für die „heidnischen“ Römer war der Esel ein verachtenswertes Tier, die Kreuzigung die schändlichste aller Hinrichtungsarten, etwas für Schwerverbrecher und Sklaven.

Den Römern muss das Christentum befremdlich erschienen sein. Das Gebot der Nächstenliebe wirkte wie eine Aufforderung zu sexueller Ausschweifung, die Eucharistie wie Kannibalismus.

Das bringt einen zu Petrus und Paulus. Sie wurden vermutlich unter Nero hingerichtet, aber ob im Zusammenhang mit dem Brand Roms oder nicht, ist unklar. Petrus wurde, auf eigenen Wunsch, mit dem Kopf nach unten gekreuzigt. Für Paulus kam eine Kreuzigung nicht in Frage. Er war römischer Bürger und hatte „etwas Besseres“ verdient. Er wurde enthauptet.

Ganz zu Beginn der Ausstellung sieht man (in Kopie) ein riesiges Ölgemälde eines polnischen Künstlers. Es zeigt, wie Nero auf einer Sänfte zu einer Hinrichtung  getragen wird. Christen, die Brandstifter, werden getötet, sie werden verbrannt! Warum ein polnischer Künstler? Die Polen identifizierten sich nach der Teilung Polens mit den unter Nero hingerichteten Christen!

Ein weiteres ganz besonderes Exponat ist das Mindener Kreuz. Auf der Vorderseite ist im Zentrum eine Kamee mit dem Profil eines Kaisers. Es ist Nero! Wie kommt Nero auf ein christliches Kreuz? Man wusste nicht, dass es Nero war, man glaubte, es wäre Karl der Große, und der war der Gründer des Mindener Doms! Auf der Rückseite, dort, wo auf der Vorderseite Nero ist, befindet sich ein Kreuz. Nero, der vermeintliche Christenverfolger, auf einem christlichen Kreuz! Vermutlich stammt die Kamee von einem Vorgängerkreuz. An der Vorderseite sind an den vier Kreuzesenden die vier Evangelisten zu sehen, auf der Rückseite die vier Kirchenväter.

In einem Kupferstich sieht man Christen als menschliche Flammen. Es kursierte das Gerücht, Nero habe sie zur Beleuchtung Roms aufgestellt. Trotz der Ablehnung der Christen durch die Römer waren solche Gerüchte dazu angetan, Mitleid mit den Christen zu erwecken.

In einem Blatt der Trierer Apokalypse, noch ganz in der antiken Tradition stehend, erscheint die Hure Babylon, voll vom Blut der Märtyrer, in der Gesellschaft von Sieben Königen, Königen, die sich ihr unterworfen haben. Dies ist eine Referenz auf einen Auszug aus der Geheimen Offenbarung. In der christlichen Tradition wurde die Hure oft mit Nero identifiziert, auch das aus dem Meer aufsteigendem Untier und die Zahl 666 wurden mit Nero identifiziert. Nero war der Antichrist.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Exponate zur christlichen, zur jüdischen und zur römischen Religion.

Die römische Religion war eine Opferreligion. Auf den Glauben kam es nicht an, auch nicht auf den Lebenswandel. Im Grunde war die römische Religion eine tolerante Religion, die allerdings Blutopfer und Kaiserkult einforderte.

Der Opferaltar stand vor dem Tempel, im Tempel stand das Kultbild der Gottheit. Neben Tieren wurden auch Statuetten, Blumen und Münzen geopfert. Es gab Altäre ohne Tempel, aber keine Tempel ohne Altäre.

Bei Tieropfern wurde das Tier vor dem Opfer mit einem Hammer betäubt. Das sieht man hier auf einem wunderbaren Gemälde, auf dem neben dem Opferstier ein Mann mit erhobenem, langstieligem Hammer steht.

Für die Münzopfer gab es auch besondere Vorrichtungen, wie hier an der Figur einer Tyche zu sehen, die einen Schlitz zwischen den Händen hat, in dem man die Münzen warf. Das war der Vorläufer des christlichen Opferstocks und des kapitalistischen Sparschweins.

Die Toleranz der römischen Religion zeigt sich auch in den verschiedenen Mischformen und im Import fremder Götter. Dazu gehörten Kybele und Isis. Einheimische Götter wurden mit römischen vermischt oder verbreiteten sich unter anderen Vorzeichen. Hier sieht man ein Relief der keltischen Göttin Epona, auf einem Pferd sitzend, mit einer Schale mit Früchten in der Hand. Sie war eine Göttin der Fruchtbarkeit, wurde dann aber im ganzen Reich verehrt, bis nach Afrika, aber als Heeresgöttin!

Ein besonderes interkulturelles Paar bildeten Rosmerta und Merkur. Der wurde in den Provinzen mehr als jeder andere Gott verehrt. Sein typisches Attribut ist der Caduceus, ein Stab mit zwei Flügeln und zwei Schlangen. Oft erscheint er in der Gesellschaft von Rosmerta, hier vertreten mit einem schönen Bronzekopf (auf dem noch Spuren der Vergoldung zu sehen sind), der vermutlich Teil einer lebensgroßen, verlorengegangenen Statue war. Sie sieht traurig aus, nachdenklich, den Kopf leicht gesenkt. Das Haar ist kunstvoll geflochten und hat vorne eine Schleife. Die Statue wurde in einem Merkurgrab gefunden.

Im Zentrum der römischen Religion stand die Kapitolinische Trias, Jupiter zwischen Minerva und Juno, in der Ausstellung durch eine Kalksteinstatue vertreten. Obwohl nicht ganz erhalten, kann man deutlich den Unterschied zwischen den beiden Göttinnen sehen, und es kommt mir so vor, als seien hier zwei Seiten der Weiblichkeit dargestellt.

Neben den offiziellen Göttern gab es private Götter, Laren, Penaten und Genien, Schutzgötter, die oft auf die individuelle Familie zugeschnitten waren oder auf eine Gemeinschaft. Man konnte sie sich sozusagen aussuchen. Auch hier steht das Christentum mit seinen Heiligen, aus denen man sich auch seine Favoriten aussuchen konnte, in der heidnischen Tradition. Auch der Opferaltar einer römischen Familie, der hier nachgebildet ist, lässt schon die christlichen Hausaltäre erahnen.

Unter byzantinischem Einfluss kam später auch die Verehrung des Kaisers als Gott nach Rom. Auf einem Kalkstein befindet sich eine Inschrift, die einen Mann als Priester des Augustus nennt.

Die Juden hatten zunächst eine angesehene Stellung im Römischen Reich. Ihr Einfluss ging bis ins Kaiserhaus. Sie waren von Kaiserkult befreit! Die Christen nicht. Dann gab es die ersten Attacken gegen die stadtrömischen Juden. Es ging ums Geld. Um die Tempelsteuer. Und dann, unter Vespasian, gab es den ersten jüdischen Krieg. Auf einer Kopie sieht man die berühmte Szene auf dem Titus-Bogen, wo Menora und Silberpfeifen aus Jerusalem abtransportiert wurden, mit der brennenden Stadt im Hintergrund.

Juden und Christen waren sich ursprünglich sehr nahe. Dass sie sich dann begannen, voneinander abzusetzen, sieht man hier an Alltagsgegenständen: Eine Öllampe zeigt die Abbildung der Menora.

Die Ähnlichkeit ist auch erkennbar an den Modellen einer Synagoge und einer Kirche, beide aus einer antiken Stadt in Syrien: Beide waren ursprünglich Wohnhäuser und wurden erst später umgewidmet. Beide sehen ähnlich aus. Und sie standen in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander.

Die Christen kannten im Gegensatz zu den anderen Religionen keine Blutopfer. Christ wurde man durch die Taufe. Hier ist ein Graffiti ausgestellt, in Liebfrauen gefunden, aus dem alten Dom stammend, das eine Anspielung auf die Taufe enthalten könnte. Aber in den ersten Jahrhunderten gab es noch keine Taufrituale. Das änderte sich dann, und man glaubt, dass die Vorbereitung auf die Taufe bis zu drei Jahre dauern konnte.

Im Gegensatz zum Judentum war im Christentum der Missionsgedanke zentral. Deshalb verbreitete es sich so schnell, von Palästina über Ägypten, Syrien, Kleinasien, Griechenland nach Rom.

Der Missionsgedanke steht auch hinter der (die Chronologie völlig missachtenden) Legende der Aussendung des ersten Trierer Bischofs, Eucharius, durch Petrus. Eucharius und Maternus waren bereits auf dem Rückweg nach Trier, als Maternus unterwegs der Tod ereilte. Eucharius ging zurück nach Rom, bekam von Petrus den Bischofsstab, ging zurück, erweckte Maternus mit dem Bischofsstab wieder zum Leben und ging mit ihm weiter nach Trier. Der Bischofsstab kam nicht nach Rom zurück, und deshalb trägt bis heute der Papst keinen Bischofsstab! Der Stab war ursprünglich vermutlich ein antiker Senatorenstab. Nach einigen Verwicklungen wurde er in drei Teile geteilt, von denen einer in Prag, einer in Köln, einer in Limburg (früher Trier) ist. Der Limburger Stab gehört zur Ausstellung, ist aber jetzt wegen der Einführung des neuen Bischofs von Limburg entfernt worden.

Eine weitere Besonderheit des Christentums war das Märtyrertum. Dazu gibt es hier ein ganz besonderes Ausstellungsstück mit lokalem Bezug. Es ist ein barocker Schrank, ein Schränkchen eher, eine Art Sekretär, der leergeräumt worden ist, um einer Heerschar von Wachsfiguren Platz zu machen, die auf verschiedenen Ebenen drei Szenen darstellen, alle verbunden mit der Thebäischen Legion. Das waren, der Legende zufolge, römische Soldaten aus Nordafrika, die sich zum christlichen Glauben bekannten und in Trier, zusammen mit zahlreichen Trierer Bürgern, den Märtyrertod starben. Ziemlich sicher ist das eine Legende, denn für die Zeit, die Regierungszeit Diokletians, sind keine Christenverfolgungen in Gallien bekannt.

Im oberen Teil, dem Hauptteil, vor der gemalten Stadtansicht von Trier, spielt sich die Szene der Tötungen ab, hochdramatisch ausgestaltet: Ein Soldat erhebt das Schwert, um einen knienden Mann zu enthaupten, ein Soldat schlägt mit einer Axt auf eine liegende Frau im Brokatkleid ein, ein Soldat überrennt mit seinem Pferd eine zu Boden stürzende Frau. Ein Gemetzel. Der genaue Ort des Geschehens ist durch ein Kreuz gekennzeichnet, das noch heute an gleicher Stelle steht, vor St. Paulin.

In der mittleren Ebene wird in merkwürdigem Kontrast dazu die Anbetung des Osterlamms dargestellt, in der unteren Ebene der Abtransport der Leichen. Auf Schubkarren werden Leichen entsorgt; der Boden ist mit Knochen und Körperteilen bestreut.

Unter Nero, und das ist eine der „Lehren“ dieser Ausstellung, gab es, entgegen der landläufigen Vorstellung, keine Christenverfolgung. Die Aktion gegen die Christen wegen des Brands war eine Strafmaßnahme. Die Christen, eine obskure Sekte, von deren Existenz er selbst möglicherweise gar nicht wusste, kamen ihm als Sündenböcke gerade recht. Dabei kamen ihm die allgemeinen Vorurteile gegen die Christen zugute, die sich abgesondert hatten und als Außenseiter oder Staatsfeinde galten. Die wichtigste Quelle für den Brand von Rom ist Tacitus. Er selbst hielt die Christen für eine gefährliche Sekte, aber hielt sie nicht für schuldig an dem Brand.

Die ersten Maßnahmen gegen Christen gab es unter Trajan. Aber es war noch keine systematische Verfolgung. Die Christen blieben unbehelligt, solange sie nicht angeklagt wurden. Nicht der Staat brachte die Anklage vor, sondern einzelne Bürger. So fördert man Denunziantentum. Die Christen brauchten aber, wenn angeklagt, nur das Opferritual vollziehen, dann war alles in Ordnung.

Ein prominentes Opfer der Verfolgung unter Trajan ist der Hl. Ignatius. Er wurde der Legende nach den Löwen vorgeworfen. Auf einer Ikone sieht man ihn, im vollen Bischofsornat und einem Buch in der Hand, von zwei Löwen umgeben, einen zu seinen Füßen, einen auf seiner Schulter. Die Löwen haben merkwürdig menschliche Gesichter.

Die erste systematische, reichsweite Christenverfolgung gab es unter Decius. Sie war politisch bedingt. Die logische Verknüpfung was so: Decius führte Kriege gegen Perser und Germanen. Das verursachte Ebbe in der Staatskasse. Also waren die Götter zornig. Und daran waren die Christen schuld, denn sie opferten den Göttern nicht. Alle mussten vor einer Kommission erscheinen und das Opfer darbringen. Dazu gibt es zwei wundervolle Ausstellungsstücke: Opferbescheinigungen auf Papyrusstreifen. Der Text war vorgefertigt, und es musste nur noch der Name des Christen eingetragen werden. Das klingt alles sehr vertraut, und auf verquere Art modern. Ebenfalls vertraut ist ein anderer Aspekt: Es gab Christen, die sich die Bescheinigung erkauften. Und römische Beamte, die das Spielchen mitmachten.

Ein prominentes Opfer der Verfolgung unter Decius ist die Hl. Agatha. Von ihr gibt es hier eine Terrakotta-Figur, die sich mit entblößter, blutender Brust an einem Marterpfahl darstellt.

Unter Valerius ging es nicht mehr um den Einzelnen, sondern um das Christentum an sich. Es wurde systematisch bekämpft. Zu den Maßnahmen gehörten ein Versammlungsverbot und das Verbot des Betretens christlicher Friedhöfe. Außerdem wurden Christen vom Senatorenamt ausgeschlossen und verloren andere Rechte.

Ein bekannter Märtyrer aus der Zeit des Valerius ist Laurentius. Er ist hier vertreten mit einem Relief aus der Liebfrauenkirche in Trier. Laurentius führt dem Kaiser den geforderten „Schatz der Kirche“ vor. Statt einer Truhe mit Geld bringt er ihm Arme, Kranke und Schwache, den Schatz der Kirche.

Die Verfolgungen endeten mit dem Toleranzedikt von Galerius (311). In Anspielung auf diese Zeit gibt es eine Sandsteinfigur des Eucharius mit einem an einer Kette gefesselten Ungeheuer. Der Symbolcharakter ist nicht zu übersehen.

Und daneben, zum Schluss der Ausstellung, noch mal ein ganz außergewöhnliches Exponat. Dem sieht man seine Bedeutung nicht an. Im Gegenteil, man fragt sich, was das hier zu suchen hat. Es ist das Korso einer ehemals voll ausgebildeten Statue. Die stellte vermutlich Venus dar. Es ist nur noch der abgerundete Rumpf und der irgendwie formlose Unterkörper zu sehen. Man glaubt sich an eine moderne Skulptur erinnert. Wie kam es zu der Beschädigung, die fast eine Form von Zerstörung ist? Es ist eine Form von Ikonoklasmus. Die Statue stand vor St. Matthias in Trier und wurde jahrhundertelang von Pilgern mit Steinen beworfen – als Götzenbild.

(Sonderausstellung im Dommuseum Trier)

 

 

 

 

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Spitz(el)

Ein Spitzel ist, etymologisch gesehen, spitz, und zwar gleich in dreifacher Weise: Ein Spitzel ist spitz im Sinne von ‘listig’ (wie in spitzfindig und Spitzbube), ein Spitzel spitzt die Ohren, ein Spitzel ist wie ein Spitz, d.h. wie ein wachsamer und durch sein Kläffen denunzierender Hund. Das Wort spitz selbst ist abgeleitet aus Spieß, und auch das hat eine Reihe von Wörtern mit verächtlichem Beigeschmack hervorgebracht wie Spießgeselle oder Spießbürger. (Storfer, Adolf Josef: Wörter und ihre Schicksale. Zürich: Atlantis Verlag, 1981: 392-398)

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Der Barthasser

Er trage einen Bart wie ein Ziegenbock, sagt er von sich selbst. Dabei könne er doch sein Kinn glatt und zart haben wie die jungen Männer und damit bei den Frauen punkten. Und außerdem sei so ein Bart doch ausgesprochen störend beim Küssen und eine Wohnstatt für die Läuse. Aber damit nicht genug, er habe auch noch eine wilde Mähne auf dem Kopf und Haare auf der Brust. Er sei eben ein Banause, ungehobelt, rau, bäuerisch. Er, der Kaiser, gehe nicht ins Theater und nicht in den Zirkus. Bei ihm sei Schmalhans Küchenmeister, und er habe keine Heizung, selbst im Winter nicht. Damit habe er sich hier, in Antiochia, dieser dynamischen, modernen, prosperierenden Stadt, dieser Perle des Ostens, nur Feinde gemacht. Man verachte ihn wegen seiner Unkultiviertheit. Das schreibt, selbstironisierend, Kaiser Julian, einer der Nachfolger Konstantins auf dem römischen Kaiserthron. Und ironisch, ironischer geht es nicht, ist auch der Titel des Schreibens, mit dem er sich an die Antiochier wendet: MisopogonDer Barthasser. Bei aller Ironie, es ist ihm ernst mit seinem Schreiben, bei aller scheinbaren Selbsterniedrigung, die Verachtung beruht auf Gegenseitigkeit. Die Antiochier, findet Julian, sind oberflächlich und dekadent, sie geben riesige Summen für das Bankett am Maifest aus, aber für die Stadt, für das Gemeinwohl haben sie nichts übrig. Und dann ist da noch ihre Religion. Er, Julian, habe den hier grassierenden Atheismus bekämpft, er habe den wahren Glauben wiederaufleben lassen. Und tatsächlich: Julian ließ niedergerissene Tempel wiederaufbauen und sorgte für die Rückgabe des konfiszierten Tempelguts. Damit machte er das rückgängig, was die „Atheisten“ angerichtet hatten. Diese „Atheisten“, das waren – die Christen! Die waren für Julian die Abweichler, diejenigen, die den alten Götterglauben abgeschafft, die Gebote und Gebräuche der Vorväter missachtet hatten. Diese “Atheisten” rächten sich später an ihm, indem sie ihm den Beinamen verpassten, unter dem er bis heute bekannt ist: Apostata, der ‚Abtrünnige‘. (Julian Apostata: Der Barthasser, herausgegeben und übersetzt von Marion Giebel. Stuttgart: Reclam, 1999)

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Sprachtest

Das älteste Königsgrab der Kathedrale von Krakau ist das von Władysław I., „Władysław Ellenlang“. Der erfand einen Sprachtest zur Identifizierung der ungeliebten Ausländer: Man musste die polnischen Wörter für ‚Linse‘, ‚Rad‘, ‚mahlt‘ und ‚Mühle‘ aussprechen, soczewica, kolo, miele, młyn. Das, so glaubte man, könne kein Ausländer.  Bei der “Sizilianischen Vesper”, der Erhebung gegen die französische Herrschaft des Hauses Anjou, wurden die Feinde dadurch identifiziert, dass sie ciceri aussprechen mussten. Wenn sie das nicht konnten, ging es ihnen an den Kragen. Im Französischen gibt es kein /t∫/. Diese gruselige Art von Sprachtest hat ihren Vorläufer im Alten Testament (Richter 12,5-6). An der Furt des Jordans wurde jeder, der hinüber wollte, aufgefordert shiboleth zu sagen. Wer das nicht konnte, verriet sich als Ephraimit und wurde erschlagen. Die Ephraimiten kannten kein /∫/. Das Wort Schibboleth hat Eingang ins Deutsche und andere europäische Sprachen gefunden, mit der Bedeutung ‘Erkennungszeichen’, ‘Losung’. Mit dem Wort cicero hängt sowohl unsere Entsprechung, Kichererbsen, zusammen als auch der Name Cicero. (Storfer, Adolf Josef: Wörter und ihre Schicksale. Zürich: Atlantis Verlag, 1981: 373-374)

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Rabe und Rappe

Bett und Beet, schlaff und schlapp, Reiter und Ritter, Knabe und Knappe, Schneider und Schnitter, Statt und Stätte, feist und fett, Rabe und Rappe bedeuteten ursprünglich – dasselbe. In schweizerischen Bibelausgaben ersetzte man z.B. Luthers Raben durch Rappen. Beide Wörter verbreiteten sich, aus verschiedenen Mundarten kommend, über ein gemeinsames Sprachgebiet, mit derselben Bedeutung. Das sieht man auch an Rappen als Wort für die Schweizer Münze. Der Rappen war ursprünglich eine in Freiburg gepägte Münze mit einem Adlerkopf. Der Adler war aber nicht ohne Weiteres als solcher zu erkennen und wurde vom Volk als Rappen (also als Rabe) verspottet. (Storfer, Adolf Josef: Wörter und ihre Schicksale. Zürich: Atlantis Verlag, 1981: 356)

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Kermani Superstar

Alle Welt schwärmt von Kermani. Und er bekommt Preise über Preise. Muss doch gut sein, dachte ich. Was für eine Enttäuschung. Jedenfalls nach Große Liebe zu urteilen. Was für ein Schmarrn! Eine selbstverliebte, inkohärente, kitschige Beschreibung der ersten Liebe, in hundert Kapiteln. Die hundert Kapitel voll zu bekommen, aber auch nicht zu übertreffen ist ständiges Anliegen des Autors. Das teilt er mit dem geplagten Leser. Der muss sich dann immer wieder die Überlegung anhören, ob es denn jetzt nicht bald Zeit werde für den ersten Kuss oder die erste Nacht. Der Inhalt ist nervtötend, aber die Sprache ist kein bisschen besser. Es werden alle Register gezogen, aber völlig willkürlich und wild durcheinander. Mal hört sich der “Roman” wie ein Auszug aus dem Protokoll einer Stadtratsstzung an, mal wie ein Jugendbuch, mal wie ein Leserbrief, mal wie ein unbeholfener Liebesroman aus der Erotikabteilung. Die Satzstellung ist oft merkwürdig gezwungen, die Ausdrucksweise künstlich obsolet, dann wieder flapsig-modern. Zitate können die Qualität der Sprache besser belegen als Argumente:

  • … den der verdiente Orientalist Fritz Meier aus Basel in einer Studie zu Baha-e Walad … erwähnt (50)
  • … nahmen jene Schüler nicht für voll, die keinen Menschen je groß geliebt (49)
  • Den Wein, den sie vor ihrem Lachanfall getrunken und den Joint, den sie gemeinsam geraucht.  (50)
  • … die ihm mit dem Kuss endgültig zuteil geworden (54)
  • … tiefer vorgedrungen als je ein Sufi, der Bücher noch schrieb (48)
  • … dass alles Suchen seither Sehnsucht nur ist (48)
  • Aus gegebenem Anlass möchte ich … (82)
  • … bedarf keines Hinweises mehr (72)
  • Weil ich eine Dröhnung aus eigener Anschauung kenne … (82)
  • … nicht den geringsten Schimmer (80),
  • … einen mordsmäßigen Aufstand machte (86)
  • … weil ich das Bändchen besorgt und nach dreißig Jahren noch einmal studiert habe (72)
  • … das Prinzip von Ying und Yang, über das ich seither eine ganze Menge las (80)
  • … nach Marihuana mehr als nur roch (80)
  • … wodurch für die Verzweiflung immer noch vierzig Seiten blieben, und schlösse ich heute … die Wegstrecke ab (40)
  • Ich kann mich auch erinnern, dass er achtgab, mit seinem Hosenschlitz nicht an den ihren zu stoßen, weil sich der Stoff schlagartig auswölbte (32)

 

 

 

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Typisch ungarisch

Als die ungarische Bühenschauspielerin Franziska Gaal zum ersten Mal in einem deutschen Film mitwirkte, beschloss man, dass sie wegen ihres Akzents eine Ungarin darzustellen habe. Außerdem sollte der Film einen ungarischen Titel haben, und so machte man das “ungarischste” aller Wörter zum Titel des Films: Paprika. Nur ist Paprika gar kein ungarisches Wort: Es ist eine slawische Verkleinerungsform von gr. piperi, ‘Pfeffer’, und das geht wiederum auf altind. pippali, ‘Beere’, zurück. Wie wäre es denn mit Husar als Ersatz für das ungarischste aller Wörter? Husar ist eine südslawische Vermittlung aus dem Romanischen und eigentlich eine Doublette von Korsar. Und Pusta? Auch Pusta ist ein Lehnwort und enthält die slawische Wurzel pust, ‘leer’. Bliebe noch Csárdás, ein Wort, das sich in der ganzen Kulturwelt als ein Stück echten Magyarentums durchgesetzt hat. Aber auch mit dem Magyarentum von Csárdás ist es nicht weit. Es ist eine Ableitung von csárda, ‘Heideschenke’. Das Wort ist erst 1790 zum ersten Mal belegt und ist ein Lehnwort slawischer Herkunft. (Storfer, Adolf Josef: Wörter und ihre Schicksale. Zürich: Atlantis Verlag, 1981: 311-320)

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Dark Blue vs. Light Blue

The University Boat Race, the race between the universities of Oxford and Cambridge, is an annual national event in Britain. You watch the Boat Race even if you are not interested in rowing (or in sports, for that matter). 250,00 spectators watch from the banks of the river, the Thames, an estimated 15 million watch on TV. The race has been run since 1845. Cambridge have won 82 times, Oxford 79, but Oxford have won more frequently since 2000. Cambridge also have the longest unbeaten run in Boat Race history (1924-1936) and they also hold the course record: 16 minutes, 19 seconds (in 1998). Oxford were the winner of the closest race, winning by 30 cm only (in 2003). Curiously, the heavier crew is more likely to win (8 out of the last 11 races). There has been one dead heat, and six times a boat has sunk. The length of the course is 6.8 kilometres, and the race is rowed upstream and timed to coincide with the incoming flood, so that the crews are rowing with the fastest possible current. There are two different starting points: Middlesex and Surrey. There have been 75 wins from Middlesex Station and 73 from Surrey Station. Who starts from where is decided by tossing a coin. Though this is an essentially British event, the rowers come from a number of nations, six in 2013: UK, USA, Australia, Canada, New Zealand, Czech Republic. What all Britons know (but hardly a foreigner) is what the colours stand for: Dark blue stands for Oxford, Light Blue stands for Cambridge.

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Wunderbare Wortvermehrung

Zum ersten Mal machte mich ein Student darauf aufmerksam: Manchmal stammen verschiedene Wörter in unserer Sprache von ein und demselben Wort in einer anderen Sprache ab. Aus dem lateinischen bilanx stammen sowohl Bilanz (durch Vermittlung über das Italienische) als auch Balance (durch Vermittlung über das Französische). Es gibt unzählige solcher Doubletten: Keller und Zelle, Hospital und Hotel, Slawe und Sklave, proben und prüfen, Pacht und Pakt, Ziffer und Chiffre, Möbel und mobil, Teppich und Tapete, Metal und Medaille, Partei und Partie, Kerker und Karzer, Küste und Kotelett, Alarm und Lärm, Parabel und Parole, Zither und Gitarre, Trumpf und Triumph, Kumpan und Kompagnon, Major und Meier, Kompott und Kompost, Linie und Leine, Pulver und Puder, Kolonne und Kolumne usw. Damit nicht genug: Manchmal sind es sogar drei Wörter, die aus einem stammen: Teint, Tinte und Tinktur, Boutique, Bodega und Apotheke, Staat, Status und Etat. Das Beispiel, das mir der Student nannte, war auch so eine Triplette: Pfalz, Palast und Palais. (Storfer, Adolf Josef: Wörter und ihre Schicksale. Zürich: Atlantis Verlag, 1981: 271-274)

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Reines Bier?

Nach dem Reinheitsgebot von 1516 durften nur noch Hopfen, Gerste und Wasser verwendet werden beim Brauen. Und das hatte seinen Grund. Bis zum späten Mittelalter gab es Hopfen nur im Norden, im Süden wurde er durch Kräuter ersetzt. Darunter waren Schleihe, Wacholder, Kümmel, aber auch Stechapfel und Bilsenkraut, und die waren giftig. Außerdem bekam das Bier seine Farbe nicht immer durch den Hopfen, sondern auch durch Baumrinde oder Ruß. Das Reinheitsgebot war also dringend notwendig. Es war eine gesundheitspolitische Maßnahme. Aber auch eine wirtschaftliche. Dadurch, dass nur noch Gerste verwendet werden durfte, verhinderte man, dass Weizen zum Einsatz kam. Denn den brauchte man für das Brot.  Auf das Reinheitsgebot schwört jeder deutsche Biertrinker. Hört sich ja auch gut an. Aber das Reinheitsgebot hat seine Tücken. Das alte Reinheitsgebot war eher ein Verbraucherschutzgesetzt oder ein Drogengesetz. Das Problem beim Bier war nämlich, dass es viel Nachfrage und nicht genug Rohstoffe gab. Deshalb wurde gepanscht, und das ging auf Kosten der Gesundheit. Und das Reinheitsgebot kannte immer schon Ausnahmen. Auch wenn gesagt wird, es bestehe schon seit 500 Jahren. Schon bald nach dem Gesetz von 1516 wurden wieder Salbei, Koreander und Lorbeer erlaubt. Und Ausnahmen gab es auch später immer wieder. Und den Begriff Reinheitsgebot gibt es sowieso erst seit dem 19. Jahrhundert. Auch heute gibt es in Deutschland Ausnahmen vom Reinheitsgebot. Auf Antrag kann man historische Biere brauen, die ohne Beachtung des Reinheitsgebots gefertigt werden. Das Reinheitsgebot verstößt vermutlich auch gegen EU-Recht, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die erste Klage dagegen eingereicht wird. Bis dahin kann es aber dazu kommen, dass ausländische Biere in Deutschland prämiert werden, aber nicht vertrieben werden können. Absurd.  (“Nationalmythos Bier”, in: SWR 2 Forum: 21/04/2016)

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Unerhört

Wapiti sind die größten Hirsche der Erde. Angesichts ihrer Körpermaße sollten sie tiefe, röhrende Töne ausstoßen. Größere Tiere tendieren zu tieferen Tönen, kleinere zu höhern. Das nennt man Allometrie. Das ist aber bei den Wapiti nicht der Fall. Die Wapiti produzieren hohe, pfeifende Töne. Forscher aus Essex wollten der Sache auf den Grund gehen. In Neuseeland gibt es eine Zuchtstation für Wapiti, und da konnten sie die Tiere aus nächster Nähe aufnehmen. Bei der Analyse der Tondaten gab es eine Überraschung: Jedesmal, wenn man ein Wapiti hörte, mit seinen hohen Tönen, hörte man auch einen Rothirsch, mit seinen tiefen Tönen. Nur: Es gab dort gar keine Rothirsche. Die Erklärung: Die Wapiti selbst produzieren sowohl die hohen als auch die tiefen Töne. Jetzt versuchen die Forscher herauszufinden, wie und warum die Wapiti beide Töne ausstoßen. Es gibt aber noch eine andere Frage, die über das Thema hinausgeht: Warum haben andere Studien das Röhren der Wapiti nicht beachtet, sondern immer nur das hohe Tuten behandelt? Beide Töne waren in den Daten präsent, aber die Forscher haben den tiefen Ton nicht bemerkt. Das wirft ein interessantes Licht auf die Wissenschaft: Wir sehen nur das, wonach wir suchen. Wenn man aber einmal weiß, dass es da ist, kann man das Röhren der Wapiti nicht mehr überhören. (Haas, Lucian: “Das Paradoxon der Wapiti. Hirschruf mit Doppel-Effekt”, in:  DLF 21/04/2016) 

 

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Das große Zittern

Wie fängt man einen Zitteraal? Ohne deren elektrische Schläge zu bekommen? Humboldt lernte es auf seiner Amerikaexpedition von den Indianern. Sie trieben Pferde in den Bach, die die Zitteraale aufstörten und von denen elektrische Schläge empfingen, bis deren elektrische Energie aufgebraucht war. Dann wurden sie von den Indianern gefangen. (Meyer-Abich, Adolf: Alexander von Humboldt. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 131998: 78)

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Haarscharf daneben

Lerner von Fremdsprachen, von ihrem Lehrer aufgefordert, langsamer zu sprechen, um Fehler zu vermeiden, machen tatsächlich mehr Fehler! Das nur eine von vielen Erkenntnissen in einer Präsentation in einem Seminar. Eine weitere: In Kanada lebende Russen, die spezielles Training erhielten, um die englischen Konsonanten zu aspirieren, schnitten am Ende schlechter ab als die, die kein spezielles Training erhielten! Chinesen, Polen und Spanier waren der Meinung, ihre Landsleute besser zu verstehen als die anderen, wenn sie Englisch sprechen, aber als sie die Texte transkribieren sollen, stellt sich heraus, dass sie die anderen gleich gut verstehen, dass es eher auf den individuellen Sprecher ankommt. Eine vietnamesische Englischlehrerin, verzweifelt, als ihre Schüler nach speziellem Training nicht mehr fee statt feet, sondern fees statt feet produzierten, wurde von einem erfahreneren Kollegen getröstet, der sagte, hier liege tatsächlich Fortschritt vor – die Silbenstruktur sei nun richtig. Der Wert, der einer guten Aussprache beigemessen wird, wenn Muttersprachler die Kompetenz von Ausländern bewerten, ist ausgesprochen hoch. Dem wird der Sprachunterricht nicht gerecht. Gute Aussprache ist in dieser Hinsicht vergleichbar mit einer guten Handschrift. (Derwing Tracey M. & Murray J. Munro: Pronunciation Fundamentals. Evidence-based Perspectives for L2 Teaching and Research. Amsterdam & Philadelphia: John Benjamins, 2015)

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Keltische Pinguine

Was haben die Pinguine mit den Kelten zu tun? Oder die Kelten mit den Pinguinen? Eigentlich gar nichts. Und doch scheinen die Pinguine einen keltischen Namen zu haben. Das Wort ist abgeleitet, wie es scheint, von keltisch pen gwyn, ‘weißer Kopf’. Das kam so. Als die europäischen Entdecker den Pinguinen begegneten, erinnerten sie die Vögel an die heimischen Alke und sie gaben ihnen denselben Namen. Noch heute bezeichnet fran. pingouin sowohl den Alk als auch den Pinguin. Dabei haben die Tiere nichts miteinander zu tun. Pinguine kommen nur auf der Südhalbkugel vor, Alke nur auf der Nordhalbkugel. Pinguine sind Flossentaucher, Alke Flügeltaucher. Alke können fliegen, Pinguine nicht. Sie sind nicht miteinander verwandt.  Aber das wussten die europäischen Forscher nicht. Andererseits sind sie auf den ersten Blick ähnlich, vor allem in der Körperhaltung, und das sahen die europäischen Forscher natürlich. Daher der Name.  Und es störte sie auch nicht, dass die Pinguine schwarze Köpfe haben, keine weiße, wie die Alke. So heißen Vögel mit schwarzen Köpfen ‘Weißkopf. Aber wir sprechen ja auch von einer Plombe, obwohl die oft auch Gold oder anderen Materialien ist und nicht aus Blei. Und auch Gulden waren meistens nicht aus Gold. (Storfer, Adolf Josef: Wörter und ihre Schicksale. Zürich: Atlantis Verlag, 1981: 118-119)

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Waterloo Teeth

Nach der Schlacht von Waterloo wurde das Schlachtfeld von Zahnärzten heimgesucht. Sie brachen den Toten die Zähne aus. Prothesen wurden damals aus Elfenbein gemacht. Das hatte viele Nachteile: Sie waren glänzend weiß, zerbrechlich und knirschten. Menschliche Zähne waren also gesucht. Und so viele wie auf dem Schlachtfeld von Waterloo gab es sonst nicht. Aus den Zähnen der gefallenen Soldaten entstanden also Prothesen. Ein Paar davon gibt es so gebracuthe machte man aus den Zähnen der gefallenen Soldaten Aus ihnen stellte man Es gab keine künstlichen Zähne, und so stellte man aus den Zähnen der toten Soldaten Prothesen her. Im Deutschen Historischen Museum gibt es ein Exemplar dieser Zähne zu sehen. Sie heißen Waterloo Teeth. (“Vom Siegeszug einer Niederlage”, in: SWR 2 Forum 11/06/2015)

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