Category Archives: Sprache

Carabiniere und Commissario

Ein französischer Kommissar, Margrite, verbringt seinen Urlaub auf Ischia. Während des Urlaub wird er als Zeuge eines Verbrechens auf dem Kommissariat vernommen. Der Carabiniere fragt ihn nach seinem Namen und bittet ihn dann, ihn zu buchstabieren: “Michel, André, Gustave …” … Continue reading →

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Schlechte Bereicherung

In einer Umfrage für eine Seminararbeit wurden den Probanden folgende Aussagen zu Anglizismen im Deutschen vorgelegt. Ich glaube, dass die Verwendung englischer Wörter schlecht für die deutsche Sprache ist eingeschränkt werden sollte die deutsche Sprache bereichert das Leben einfacher macht … Continue reading →

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Doppelsieg

1956 erhielt Romain Gary den Prix Goncourt für seinen Roman Les racines du ciel. Roman Gary war ein Pseudonym. Sein eigentlicher Name war Roman Kacew. Unter diesem Namen war er in Vilnius, im heutigen Litauen, damals zu Russland gehörend, geboren. Als … Continue reading →

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Hamburger Sie, Münchner Du

Es gibt Konventionen, aber keine feste Regeln für den Gebrauch von du und Sie. Dazu kommt, dass sich der Gebrauch verändert. Das bringt Unsicherheiten mit sich. In vielen Situationen findet man Sie zu distanziert, du zu burschikos. In einem Artikel … Continue reading →

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Sie und Du und Du und Sie

Der russische Adel, zweisprachig aufgewachsen mit Französisch als Zweitsprache, hatte im 19. Jahrhundert gleich die vierfache Wahl: Man konnte jemanden mit ты oder Вы anreden oder mit tu oder vous, hatte also gleich die doppelte Auswahl. Und die musste man … Continue reading →

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Latein für alle Fälle

Jin Ping Mei ist einer der fünf berühmtesten klassischen chinesischen Romane, unter anderem bekannt für seine expliziten erotischen Passagen. Die erste komplette Übersetzung ins Englische von Clement Egerton (The Golden Lotus) stammt aus dem Jahre 1939, eine komplette Übersetzung der Ausgabe … Continue reading →

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Du, Frau Zoe …

In einem modernen griechischen Roman spricht eine der Protagonistinnen, Arin, eine junge Mutter, die Frau, die tagsüber auf ihre Kinder aufpasst, mit Frau Zoe, aber mit du an: Βεβαίως, κύρία Ζωή. Πήγαινε στην οικογένεια σου να ξεκουραστείς κι εσί. Σε … Continue reading →

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Ankunft USA

Wer schon einmal in die USA eingereist ist, kann die Schilderung der Ankunft am Flughafen nachvollziehen, wie man sie bei Irene Runge findet: Angekommen auf New Yorks Flughafen steht vor der Passkontrolle auf einem Schild We are the face of … Continue reading →

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Lost Boys

Wenn sie nicht bei den Attacken der arabischen Milizen auf ihr Dorf in den Hütten verbrannt waren, wenn sie dann auf ihrem Treck nicht von Löwen gefressen wurden oder von Krokodilen, wenn sie nicht an Malaria starben oder an Typhus, … Continue reading →

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Messer – Gabel – Löffel

Messer, Gabel, Löffel: ein gutes Beispiel für die ziemlich willkürliche Zuordnung der deutschen Substantive zu den grammatischen Geschlechtern: das Messer, die Gabel, der Löffel – sächlich, weiblich, männlich. Wenn ich meine Studenten damit konfrontiere, versuchen die, jedenfalls die deutschen, unbedingt … Continue reading →

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Karthago, zum Dritten

Ein Manifest, das er 1951 verfasste, beschloss Brecht mit den Worten: Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten. (Kesting, Marianne: Brecht. … Continue reading →

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Mädchen, Mäuse und Männer

In einem Seminar sagte einmal eine Studentin auf die Frage, wie denn im Deutschen der Plural von Substantiven gebildet werde: “Durch Anfügen von –s“. Die Aussage blieb unwidersprochen und mir als Ausweis der unfassbaren Ignoranz der Menschen über ihre eigene … Continue reading →

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Weibliche Gefahr

Hurrikans mit weiblichen Namen sind gefährlicher als solche mit männlichen Namen. Jedenfalls fordern sie mehr Todesopfer. Das haben Forscher von der University of Illinois festgestellt. Das ist kein Zufall. Nähert sich ein Hurrikan mit weiblichem Namen, tendieren wir dazu, die … Continue reading →

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Für dich, Professor!

In einer Kurzgeschichte von Moravia wird ein Mädchen vom Lande, eine Ciociara, an einen alten Professor der Archäologie als Hausmädchen vermittelt. Als sie zum ersten Mal, in Begleitung des Portiers, der sie vermittelt hat, das Haus des Professors betritt, übergibt … Continue reading →

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Mozart-Effekt

Der Mozart-Effekt: Paradebeispiel für fragwürdige Forschung und die fragwürdige Wiedergabe von Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit. Und eine Öffentlichkeit, die diese Ergebnisse mit religiöser Inbrunst aufnimmt: Mozart-Musik, so hieß es, verbessere die kognitiven Leistungen von Studenten. Das hatten Frances Rauscher und … Continue reading →

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