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Gauß überredete als Kind Pilâtre, den französischen Ballonfahrer auf Durchreise in Braunschweig, ihn auf eine Ballonfahrt mitzunehmen. Vor der Abfahrt hörte Pilâtre, wie Gauß vor sich her murmelte. Ob er bete, fragte er ihn. Nein, antwortete Gauß. Er zähle Primzahlen. Das mache er immer, wenn er nervös sei.
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Category Archives: Sprache
Mitgehangen – mitgefangen
In einer Radiosendung erklärt eine Hörerin, woher mitgehangen – mitgefangen kommt. Der ursprüngliche Wortlaut was mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen, was viel einleuchtender als die heute gebräuchliche Form ist. Eine gute Erklärung. Nur kommt die Hörerin dann zu der falschen Schlussfolgerung: Sie … Continue reading
In dulci jubilo
Die von Philipp Wackernagel herausgegebene Anthologie deutscher Kirchenlieder verzeichnet 450 katholische und 3700 evangelische Lieder. Diese Blüte verdankt sich der Reformation. Luther wollte, dass die Gläubigen in ihrer eigenen Sprache singen. Bei den Reformierten gab es ursprünglich überhaupt keine Lieder. … Continue reading
Posted in Gesellschaft, Religion, Sprache, Sprachwahl
Tagged Agamben, Gregorianischer Gesang, In dulci jubilo, Kaiser, Katholiken, Kirchenlied, Luther, Protestanten, Reformation, Reformierte, Rom
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Jesus gleich Josua gleich Jeschua gleich Jeschu
Der Name Jesus war zur Zeit Jesu ein ganz gewöhnlicher Name, genauso wie Josef und Maria. Auch die Brüder Jesu hatten ganz gewöhnliche Namen: Jakobus, Jossi (eine Form von Josef), Juda und Simon. Die antiken Juden vermieden es aus religiöser … Continue reading
Posted in Eigennamen, Sprache, Sprachvariation
Tagged Jesus, Josua, Maria, Moses, Petrus, Verrat
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Umbrella Man
Auf mehreren Bilddokumenten des Attentats auf Kennedy ist der mysteriöse Umbrella Man zu sehen, ein Mann, der trotz des sonnigen, trockenen Wetters einen Regenschirm trug. Das gab zu allen möglichen Spekulationen Anlass: War er ein Signalgeber, der dem Attentäter mitteilte, … Continue reading
Posted in Geschichte, Kommunikation, Sprache
Tagged Chamberlain, Dallas, Kennedy, Protest, Schirm
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Kochkunst?
Komisch, sich das klar zu machen: Unsere Generation ist die erste, deren frühe Kindheitserinnerungen mit dem Fernsehen verbunden sind: Augsburger Puppenkiste, Hier und Heute, Große Leute, kleine Leute. Zu den Sendungen, die in Erinnerung geblieben sind, gehört auch Clemens Wilmenrod bittet … Continue reading
Posted in Eigennamen, Leben, Sprache
Tagged Fernsehen, Hobbykoch, Kochsendung, Schnäuzer, Wilmenrod
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You’re welcome
Different answers to thank you were the subject matter of a guest lecture at the university. I was surprised about the sheer range of options: (you’re) welcome, (it’s a) pleasure, (it’s) alright, don’t mention it, don’t worry, any time, sure, … Continue reading
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Tagged Gesten, Lächeln, New York, thank you, Vancouver, you're welcome
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Literally glued
In Joyce’ short story “The Dead”, I came across a rather curious use of literally. A few days later, the word literally came up in class. Students discussed the emphatic use of literally in sentences like “The audience were literally … Continue reading
Posted in Einstellungen, Sprache, Sprachgebrauch, Sprachwandel
Tagged Charakter, Erzähler, Joyce, literally
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Full circle?
The form cantabimus, ‘we will sing’ in Classical Latin later became cantare habemus. In modern Spanish, the corresponding form is cantaremos, a contraction of cantare habemus. In a way, we are now back where we started. The synthetic form turned … Continue reading
Posted in Formenlehre, Grammatik, Sprache, Sprachwandel
Tagged analytische Form, Futur, Spanisch, synthetische Form
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Mathematiker Homer Simpson?
In einer Ausgabe der Simpsons gibt es eine Quizfrage. Man soll schätzen, wie viele Zuschauer im Stadion sind: 8128, 8208 oder 8191. Was völlig harmlos und völlig willkürlich aussieht, ist mit Bedacht gewählt: Alle Zahlen sind von Bedeutung in der … Continue reading
Muttersprache?
In einem Vortrag diese Anekdote gehört: Wilhelmine von Preußen, Markgräfin von Bayreuth, geborene Berlinerin, zu Besuch bei Maria Theresia in Wien, geborene Wienerin. Wie in Adelskreisen üblich, begann sie, Französisch zu sprechen, wurde aber von Maria Theresia gestoppt: Sie solle … Continue reading
Posted in Kommunikation, Sprache, Sprachvariation, Sprachwahl
Tagged Adel, Berlinerisch, Deutsch, Französisch, Muttersprache, Wienerisch
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Drei Gründe für Französisch
Drei Gründe sprachen für das Erlernen des Französischen: Nutzen, Bildung, Distinktion. Nützlich war es vor allem für Händler, die ihre Waren in anderen Teilen Europas verkaufen wollten. Schon im 14. Jahrhundert gab es Bücher mit Sätzen und Ausdrücken für Alltagssituationen, … Continue reading
Posted in Fremdsprache, Geschichte, Gesellschaft, Grammatik, Kommunikation, Sprache, Sprachwahl
Tagged Adel, Deutschland, Französisch, Griechisch, Gymnasium, Latein, Lehrbücher, Nutzen
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Englisch? Nein, danke
Hitler hatte keinen Schul- und erst recht keinen Hochschulabschluss. Er kompensierte den Mangel durch eifrige Lektüre und ein fabelhaftes Gedächtnis. Er eignete sich ein gewaltiges Wissen auf allen Gebieten an. Aber Hitlers Wissen war auch lückenhaft und selektiv. Das Minderwertigkeitsgefühl … Continue reading
Posted in Fremdsprache, Gesellschaft, Sprache
Tagged Ausland, Englisch, Hitler, Nationalsozialismus
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Land der Freiheit
Die Kontrollen bei der Einreise in die USA über sich ergehen zu lassen, erfordert viel Geduld. Das habe ich immer wieder von Freunden und Kollegen gehört, die sie über sich ergehen lassen mussten. Das bestätigt jetzt eine Autorin, die in … Continue reading
Posted in Gesellschaft, Sprache, Sprachgebrauch
Tagged Einwanderer, Kontrollen, USA, wir
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Schleimer
Beim Aufräumen in der Küche einen thailändischen Kräutertee gefunden, der das Abnehmen fördern soll. Auf dem Teebeutel steht: Sliming.